Politik : Auch in Hamburg will die DKP ins Parlament

Hamburg - Wie in Niedersachsen will die DKP auch in Hamburg auf dem Ticket der Linken bei der Bürgerschaftswahl in einer Woche ins Landesparlament einziehen. Mit einem guten Ergebnis der Linken könne der DKP-Bezirksvorsitzende Olaf Harms „als erster Kommunist seit 1956“ in die Bürgerschaft kommen, heißt es im Internet auf der Homepage der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) Hamburg. Dort rief Harms auch zu einer Verstaatlichung des „Großkapitals“ auf: „Weil der Reichtum ohnehin von den arbeitenden Menschen erzeugt wird, muss das Großkapital in Gemeineigentum überführt werden.“

Meinungsumfragen für die Bürgerschaftswahl sehen die Linke derzeit bei 7 bis 8 Prozent und damit sicher im Landesparlament. Für die Bezirksversammlungen, die ebenfalls am 24. Februar neu gewählt werden, treten insgesamt zehn kommunistische Kandidaten auf den offenen Listen der Linken an.

In Niedersachsen hatten die Stasi-Äußerungen des in den Landtag gewählten DKP-Mitglieds Christel Wegner für einen Eklat gesorgt. Linkspartei-Landeschef Dieter Dehm forderte die Funktionsträger seiner Partei unterdessen auf, sich bis zur Bürgerschaftswahl in Hamburg auf keine inhaltlichen Debatten über die DDR einzulassen. Die Hamburger Linke bemühte sich ihrerseits um Schadensbegrenzung: „Wir haben mit Harms gesprochen. Er hat ganz klar gesagt, dass er nicht so denkt wie Frau Wegner“, sagte Landesgeschäftsführer Martin Wittmaack dem „Focus“. dpa

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