Politik : „Auch Krankenkassen sollen sparen“ Seehofer: Verwaltung kostet zu viel

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 Berlin (dpa/raw). Angesichts des Milliardendefizits bei den Kassen will die Union im Falle eines Wahlsieges mit den Gesundheitsverbänden schnell über Sparmaßnahmen reden. „Wir werden jeden Bereich des Gesundheitswesens durchgehen und uns auf Zielgrößen verständigen, die alle Beteiligten nächstes Jahr gemeinsam erfüllen müssen“, sagte Unions-Sozialexperte Horst Seehofer (CSU) der Zeitung „Rheinischer Merkur“. Unklar blieb, ob es Sanktionen geben soll, wenn diese Zielgrößen überschritten werden. Konkret nannte Seehofer die Verwaltungsausgaben der Krankenkassen. „Hier lassen sich sofort zwei oder drei Milliarden einsparen.“ Im ersten Halbjahr 2002 haben die gesetzlichen Kassen ein Defizit von 2,4 Milliarden Euro gemacht. Ihre Verwaltungskosten stiegen in diesem Zeitraum erneut um vier Prozent, die für Arzneimittel um 3,9 Prozent.

Seehofer distanzierte sich von der Forderung im Wahlprogramm der Union, dass Kassenpatienten Leistungen abwählen dürfen. „Ich halte mich an das konkrete Arbeitsprogramm, das ich mit Edmund Stoiber bei meiner Vorstellung für das Kompetenzteam veröffentlicht habe“, sagte er. „Darin ist eine Abwahlmöglichkeit von Leistungen nicht vorgesehen.“

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