Politik : Auch Syrien kommt zur Nahostkonferenz

Kairo/Tel Aviv - Die arabischen Staaten haben die Einladung zu der von US-Präsident George W. Bush einberufenen Nahostfriedenskonferenz angenommen. Saudi-Arabiens Außenminister Prinz Saud al Faisal sagte am Freitag nach einer Konferenz der Arabischen Liga in Kairo, die arabischen Staaten hätten entschieden, ihre Außenminister zu der Konferenz am Dienstag in Annapolis (US-Staat Maryland) zu schicken.

Zuvor habe Washington zugesichert, dass es bei der Konferenz nicht nur um den israelisch-palästinensischen Konflikt gehen werde, sondern auch um „eine umfassende Lösung“. Diese schließe die Frage der von Israel besetzten syrischen Gebiete mit ein. Auch Syriens Außenminister Walid al Muallem werde teilnehmen. Saud al Faisal betonte, die Araber erwarteten konkrete Ergebnisse: „Wir sind nicht bereit, auf dieser Konferenz Teil einer Theateraufführung zu sein.“ Auch in Israel herrscht Skepsis, was Resultate des Treffens angeht. Zwar begrüßen fast 70 Prozent der Israelis die Nahostkonferenz, aber nur 22 Prozent glauben daran, dass sie zum Frieden mit den Palästinensern beitragen wird. Das geht aus einer Umfrage der Zeitung „Jediot Achronot“ hervor. Danach bezweifeln auch acht von zehn Israelis, dass Israel und die Palästinenser vor Ende der zweiten Amtszeit von Bush Frieden schließen können. Dies halten Premier Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sowie die US-Regierung und die EU für möglich. Abbas nannte in Kairo die Konferenz eine „historische Chance“, die von den Arabern genutzt werden müsse. dpa

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