Politik : Auch Weizsäcker kritisiert Möllemann

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Berlin/Wetzlar (hmt/csl). Jürgen W. Möllemann gerät immer mehr unter Druck. Nachdem er am Sonnabend klargestellt hatte, dass er nicht daran denke, von seinen Vorwürfen gegen den stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Michel Friedman, abzurücken, kassierte er eine Rüge von FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt. Dieser sagte, dass Kritik an Israel in Sprache und Stil angemessen bleiben müsse. Auch Ex-Bundespräsident Weizsäcker ging auf Distanz zu Möllemann. Beim hessischen Landesparteitag der FDP betonte die Spitzenkandidatin Ruth Wagner, dass sich jeder an das zu halten habe, was in Mannheim beschlossen worden war. Der Vorsitzende der CDU-Wertekommission, Christoph Böhr, empfahl, „Möllemann in die Schranken zu weisen“. Zentralrats-Chef Spiegel bezeichnete Möllemanns Äußerungen als die „größten Beleidigungen seit 1945.“

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