Politik : Auf Abstand zur Agenda

Tagesspiegel-Umfrage: Nur jeder Zehnte rechnet damit, dass die Reformen die Lage in Deutschland zum Besseren wenden. Viele setzen auf noch mehr Veränderung

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Berlin (Tsp). Die Reformbemühungen der Politik haben nicht zu einem positiven Stimmungswandel in Deutschland geführt, wie eine große Umfrage unter TagesspiegelLesern ergab. Knapp 50 Prozent der Befragten empfinden die Stimmung als negativ und glauben, dies entspreche auch der tatsächlichen politischen und wirtschaftlichen Situation im Land. 22 Prozent der Befragten meinen, die Lage in Deutschland sei sogar noch schlechter als die allgemeine Stimmung. Dagegen denken 28 Prozent, die Stimmung sei besser als die Lage und in Deutschland werde zu viel gejammert.

Nur jeder zehnte vom Tagesspiegel Befragte glaubt, dass die beschlossenen Sozial- und Gesundheitsreformen die Lage im Land bessern werden. Ein großer Teil ist jedoch davon überzeugt, dass Reformen notwendig sind: 43 Prozent befürchten, die Lage werde sich weiter verschlechtern, weil noch nicht genug verändert worden sei. Die Konsumstimmung ist von den Reformen nicht wie erhofft angeheizt worden. Gerade einmal 3,1 Prozent der Befragten geben an, sie würden sich aufgrund der Steuerreform mehr leisten. Während die meisten Verbraucher der Meinung sind, für sie ändere sich nichts, will sich mehr als ein Drittel sogar noch weiter einschränken.

Neben der Einstellung zur Politik fragte der Tagesspiegel auch nach Kritikpunkten an den Medien. 61,8 Prozent der Umfrageteilnehmer bemängelten, dass einige Medien voreingenommen berichteten. Noch ein Kritikpunkt: Ein Drittel der Befragten gab an, es werde zu viel Negatives berichtet.

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