Politik : Auf Abstand

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Bloß keine Gewerkschaftspartei: Der DGBVorsitzende Michael Sommer und IG-Metall-Chef Jürgen Peters bestreiten, dass sie das Bündnis links von der SPD befördern. „Wir setzen nicht auf einzelne Gruppierungen“, sagt Sommer. Peters betont, ihn bedrücke, dass die SPD einer neuen Partei Platz biete, indem sie immer weiter nach rechts rücke. Offiziell gilt: Die Gewerkschaften verbieten, dass ihre Infrastruktur für das Linksbündnis genutzt wird. Sie rechnen aber damit, dass künftig ihre Funktionäre auch für das neue Bündnis im Bundestag sitzen – die beiden WASG-Vorsitzenden Klaus Ernst und Thomas Händel etwa sind die Chefs der IG Metall in Schweinfurt und Fürth. Die PDS erhofft sich eine „Sogwirkung“ – bisher konnte sie im westdeutschen Gewerkschaftsmilieu kaum punkten. Doch jetzt deutet sich ein Stimmungsumschwung an. Detlef Hensche, früherer Chef der IG Medien und WASG-Aktivist, hat seine Kandidatur angemeldet. In Thüringen will DGB-Landeschef Frank Spieth für die PDS antreten, der über 30 Jahre lang SPD-Mitglied war.m.m.

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