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Auf dem Vormarsch : Französische und malische Truppen erobern Islamistenhochburg Gao

Die strategisch wichtige Stadt Gao ist wieder unter der Kontrolle der französischen und malischen Truppen. Frankreichs Regierungschef Ayrault rechnet damit, dass afrikanische Truppen bald die Lage übernehmen. Sie werden mit deutlich mehr Soldaten eingreifen, als bisher geplant.

Malische Truppen sollen gemeinsam mit den Soldaten der Ecowas die Kontrolle in Mali übernehmen.
Malische Truppen sollen gemeinsam mit den Soldaten der Ecowas die Kontrolle in Mali übernehmen.Foto: AFP

Nach dem Flughafen und einer Brücke in der nordostmalischen Stadt Gao haben französische und malische Soldaten auch den Rest der strategisch wichtigen Stadt erobert. Das teilte das französische Verteidigungsministerium am Samstagabend in Paris mit. Soldaten aus Niger und dem Tschad würden nun die Kontrolle in Gao übernehmen. Der in Malis Hauptstadt Bamako geflohene Bürgermeister von Gao, Sadou Diallo, sei dank der Militäraktion in die Stadt zurückgekehrt, hieß es in der Mitteilung weiter.
Gao war bislang eine Hochburg der Islamisten, die im April 2012 die Kontrolle im Norden Malis übernommen hatten. Über Kämpfe in der Gegend um Gao gab es aus den Sicherheitskreisen keine Angaben. Anderen Quellen zufolge hatten die meisten islamistischen Kämpfer die Stadt in den vergangenen Tagen verlassen und sich Richtung Nordosten zurückgezogen, um den französischen Luftangriffen auszuweichen.

Die Krise in Mali in Bildern
Ein Handout der französischen Armee, zur Verfügung gestellt vom French Army Communications Audiovisual office (ECPAD), zeigt einen französischen und einen malischen Soldaten im Gespräch, während der Militäroperation "Serval" in Diabali, Mali.Weitere Bilder anzeigen
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24.01.2013 15:12Ein Handout der französischen Armee, zur Verfügung gestellt vom French Army Communications Audiovisual office (ECPAD), zeigt einen...

Die französischen Truppen in Mali werden nach Einschätzung von Regierungschef Jean-Marc Ayrault bald die Umgebung der kulturell bedeutenden Stadt Timbuktu erreichen. Französische und malische Soldaten seien „ bald in der Nähe von Timbuktu“, sagte Ayrault am Samstag während eines Besuchs in Santiago de Chile, wo er am Gipfeltreffen der Europäischen Union mit der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) teilnehmen wollte.
Ayrault bekräftigte, dass Frankreich nicht vorhabe, seine Truppen längerfristig in Mali zu stationieren. „Das Ziel ist, dass die afrikanische multinationale Truppe aufgestellt wird und in der Lage ist zu übernehmen, und dass Mali in der Lage ist, einen Prozess der politischen Stabilisierung einzuleiten“, sagte der Premierminister.

Die westafrikanischen Staaten wollen nun mit knapp 6000 Soldaten eine deutlich größere Eingreiftruppe für Mali aufstellen als bislang zugesagt. Statt der bisher geplanten rund 4000 Soldaten würden die westafrikanischen Staaten knapp 6000 Soldaten im Rahmen der Internationalen Unterstützungsmission für Mali (MISMA) entsenden, sagte der ivorische Generalstabschef Soumaïla Bakayoko am Samstag nach einem Krisentreffen mit seinen westafrikanischen Kollegen in Abidjan. Gegen die im Norden Malis herrschenden Islamisten gehen derzeit insbesondere französische Truppen vor.
Die Oasenstadt Timbuktu am Rande der Sahara wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe gelistet. Die radikalen Islamisten, die im April 2012 die Kontrolle im Norden Malis übernommen hatten, zerstörten dort zahlreiche Mausoleen islamischer Heiliger und lösten damit weltweite Empörung aus.
Um die Islamisten in Mali zurückzudrängen, hatte die Frankreich vor zwei Wochen einen Militäreinsatz in dem westafrikanischen Land gestartet. Am Samstag brachten französische und malische Soldaten nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Paris die strategisch wichtige Stadt Gao unter ihre Kontrolle. Eine Internationalen Unterstützungsmission für Mali (MISMA) mit Soldaten aus anderen afrikanischen Staaten befindet sich derzeit im Aufbau. (AFP)

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