Auf der Flucht : Unübersichtliche Lage in Mali

Nach den jüngsten Luftangriffen fliehen viele Einwohner aus den Kampfgebieten in Mali. Rund 30 000 Menschen seien unterwegs, sagt Caroline Peyr, Mali-Referentin der Deutschen Welthungerhilfe. „Die Lage ist unübersichtlich, wir wissen nicht, wie groß die Not ist, und ob es überhaupt genug zu essen gibt.“ Ärzte ohne Grenzen hat mobile Krankenstationen in das Gebiet geschickt, um Flüchtlinge zu betreuen. Die medizinische Versorgung in Mali ist allerdings selbst in Friedenszeiten schlecht, auf 10 000 Einwohner kommt nur ein Arzt. Seit dem vergangenen Jahr hat sich die Lage weiter verschlechtert. Hilfsorganisationen wie die Welthungerhilfe zogen sich aus dem von Rebellen und Islamisten besetzten Norden zurück. Das deutsche

Entwicklungsministerium setzte die staatliche Zusammenarbeit mit Mali aus, nachdem die Armee die Regierung stürzte. Die Islamisten hätten bisher zumindest dafür gesorgt, dass Nahrungsmittel in den Norden gelangt seien, sagt Caroline Peyr von der Welthungerhilfe. Es sei unklar, ob dies weiterhin gewährleistet sei. „Wir halten uns bereit, um die Hilfe so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können.“ uls

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