Politik : Auf Kosten der Kassen

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Die Finanzierung der elektronischen Gesundheitskarte ist so gut wie geklärt. Ärzte, Krankenkassen und Apotheker haben sich im Grundsatz verständigt, wer welche Kosten übernimmt, bestätigte der Verband der AngestelltenKrankenkassen VDAK einen Bericht der „Financial Times Deutschland“ (FTD). Ab 2006 soll die Gesundheitskarte nach dem Willen von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) die bisherige Chipkarte ersetzen. Neben Namen und Adresse sollen auch Notfalldaten und Rezepte gespeichert werden, später auch die Patientenakten. Die Krankenkassen sind offenbar bereit, die neuen Karten zu bezahlen – und damit einen großen Teil der Kosten zu übernehmen. Laut FTD sind dafür je nach Ausgestaltung der Karten 500 bis 850 Millionen Euro nötig. Ärzte, Apotheker und Krankenhäuser übernehmen demnach zunächst die Kosten für die Computer, Software, Internetzugänge und Kartenlesegeräte in Höhe von 300 bis 600 Millionen Euro. Die Krankenkassen sollten diese aber mit der Zeit zurückerstatten , durch eine Gebühr für jedes elektronisch ausgestellte Rezept. Bis zum 1. Oktober sollen die Details stehen. dpa/ce

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