Politik : Auf Späths und Streibls Spuren (Kommentar)

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Wer hätte nicht gern einen Sponsor für den nächsten Kindergeburtstag? Das Cafe um die Ecke liefert den Kakao, das Spielwarengeschäft die Preise für die unvermeidlichen Wettbewerbe. Aber man muss schon etwas prominenter sein, um in den Genuss solcher, sagen wir: Public-Private-Partnership zu kommen. Ministerpräsident zum Beispiel. Wie Gerhard Glogowski. Muss einer, der erheblich über dem Schnitt der Bevölkerung verdient und amtsstresshalber wenig zum Ausgeben kommt, sich auch noch "sponsorn" lassen? Sicherlich ist da bei unsereins auch der Neidfaktor im Spiel. Aber sollte es nicht ebensogut einen Geschmacksfaktor geben? Unabhängig davon, was findige Journalisten oder demnächst Parlamentarier in einem Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtages herausbekommen - ein "Geschmäckle" wird bleiben, wie man in einem anderen Bundesland zu sagen pflegt. In Baden-Württemberg musste einst der hochgelobte Lothar Späth gehen. In Bayern Max Streibl. Der eine wurde Rentner, der andere Unternehmer. Gerhard Glogowski hat die Wahl. Vielleicht bleibt der Schröder-Nachfolger aber auch standhaft Ministerpräsident. Das wird dann die CDU freuen. Bei der nächsten Wahl.

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