Politik : Auf Wiedervorlage

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Über die Abschaffung des 3. Oktober als Feiertag wurde schon vor zehn Jahren heftig gestritten. Auch 1994 war es Hans Eichel, damals als hessischer SPDMinisterpräsident, der eine Verlegung des Tags der Deutschen Einheit auf den ersten Sonntag im Oktober vorschlug, um die Pflegeversicherung zu finanzieren. Die damalige Bundesregierung aus Union und FDP unter Einheitskanzler Helmut Kohl (CDU) lehnte eine Verlegung als „unhistorisch und unverantwortlich“ ab und warf Befürwortern „mangelhaftes patriotisches Gefühl“ vor. Die FDP sprach von einer „törichten Idee“. Im CSU-regierten Bayern dagegen befürworteten Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften rundum den Vorschlag. München war gegen die Streichung eines kirchlichen Feiertags. Auch in den damals SPD-regierten

Bundesländern stieß Eichels Idee auf viel Sympathie. dpa

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