Politik : Aufbau Ost: Regierung sieht „kleines Wirtschaftswunder“

Berlin - Beim Aufbau Ost überwiegen aus Sicht der Bundesregierung 20 Jahre nach der Wiedervereinigung die positiven Seiten. Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf in Ostdeutschland auf 73 Prozent des West-Durchschnitts „ist durchaus als ein kleines Wirtschaftswunder zu verstehen“, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei der Vorstellung des Jahresberichts „Stand der Deutschen Einheit“ am Mittwoch in Berlin.

Unterm Strich handle es sich um „eine Erfolgsgeschichte“.   Zu den Errungenschaften im Osten zählte Innenminister de Maizière, der Cousin des letzten DDR- Regierungschefs Lothar de Maizière, den Ausbau der Verkehrswege und des Gesundheitswesens, die Schaffung von Schulen und Wohnungen sowie die Annäherung des Lebensstandards. Die größten Herausforderungen lägen weiterhin darin, die Wirtschaftskraft der ostdeutschen Länder zu stärken und die Arbeitslosigkeit zu senken.

Im Jahresbericht heißt es, dass es nach wie vor eine „historisch begründete Distanz und fehlende Vertrautheit zwischen Ost und West“ zu überwinden gelte. „Vorurteilen muss begegnet, Klischees müssen überwunden werden.“    Zu dem Versprechen des früheren Bundeskanzlers Helmut Kohl (CDU), es werde „blühende Landschaften“ im vereinten Deutschland geben, sagte Thomas de Maizière: „Der Begriff der blühenden Landschaften beschreibt die Realität 2010 nicht umfassend. Es gibt eben neben blühenden Landschaften auch Industriebrachen und auch gescheiterte Biografien.“ dapd/dpa

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