Aufruhr im Parlament : Südkoreanische Abgeordnete prügeln sich mit Wachleuten

Abgeordnete der Demokratischen Partei und Wachleute sind am Samstag in der südkoreanischen Volksvertretung handgreiflich geworden. Bei dem Streit zwischen Regierung und Opposition geht es unter anderem um die Ratifizierung eines Freihandelsabkommens mit den USA.

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Im südkoreanischen Parlament eskaliert die Gewalt -Foto: dpa

SeoulZu der Auseinandersetzung kam es, als mehr als 150 Wachleute versuchten, den von zahlreichen Volksvertretern und ihren Helfern besetzten Hauptsitzungssaal der Nationalversammlung in Seoul zu räumen. Nach Berichten der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap erlitten ein Abgeordneter und etwa 20 Helfer und Wachleute leichte Verletzungen.

Mit der Blockade will die Demokratische Partei (DP) verhindern, dass die regierende konservative Große Nationalpartei (GNP) dank ihrer Mehrheit umstrittene Gesetze verabschieden kann. Der Zugang zum Podium des Parlamentspräsidenten wird bereits seit mehr als einer Woche blockiert.

Im Mittelpunkt des Streits stehen dabei die Ratifizierung eines Freihandelsabkommens mit den USA und verschiedene Änderungen des Mediengesetzes. Die sozialdemokratische DP will die Annahme des Handelspakts solange hinauszögern, bis die Regierung unter anderem weitere Maßnahmen zum Schutz der koreanischen Landwirte ergreift. Derartige Blockadeaktionen haben im südkoreanischen Parlament in der Vergangenheit schon oftmals zu gewalttätigen Auseinandersetzungen geführt. (mfa/dpa)

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