Politik : AUS DEM GERICHT

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Wohnungsverkauf endete

mit tödlichen Schüssen

Die Wohnung war nach wochenlangem Streit um den Preis gerade verkauft und geräumt, da kam es zu den tödlichen Schüssen: Verkäufer Iljmi S. zog am 14. Dezember 2005 in der Kirchbachstraße in Schöneberg eine Pistole, gab drei Schüsse in Kopf und Brust des 40-jährigen Opfers ab. „Leider hatte ich meine Waffe, und dann ist es passiert“, räumte der 46-jährige Gastwirt gestern im Prozess um Totschlag ein.

Nach Angaben des Angeklagten wollte er am Tattag noch eine Bohrmaschine aus dem Keller holen. Dabei sei es erneut zu einem Disput gekommen. „Du bist kein Mann“, habe der neue Besitzer gebrüllt. Es sei zu Handgreiflichkeiten gekommen. „Da verwendete ich die Waffe.“ Dass Geld das Motiv für die Schüsse gewesen sein könnte, bestritt der Mazedonier. „Es ging um die Ehre, und ich verlor die Kontrolle“, erklärte er. Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt. K. G.

Baby misshandelt:

Eltern jetzt vor Gericht

Ein Arzt hatte den Fall ins Rollen gebracht: Als die acht Wochen alte Lisa mit Hirnblutungen und Spuren älterer Verletzungen auf der Intensivstation lag, schaltete er die Polizei ein. Seit gestern müssen sich die erst 17-jährige Mutter und der 19-jährige Vater des Mädchens vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Es geht um Verletzungen durch „Unachtsamkeit“. So soll der Vater mit Lisa „Hoppe, hoppe Reiter“ gespielt, dabei aber ihren Kopf nicht festgehalten haben. Beiden Angeklagten wird vorgeworfen, auf eine deutliche Kopfschwellung nicht rechtzeitig reagiert und erst verspätet den Notarzt gerufen zu haben. Der nicht öffentliche Prozess wird am 26. September fortgesetzt. K. G.

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