Politik : AUSLAND

AFGHANISTAN

Karsai bricht Sicherheitsgespräche mit den USA ab

Kabul - Nach der Eröffnung eines Verbindungsbüros der Taliban in Katar sind die USA und Afghanistan uneins über den weiteren Umgang mit den Radikalislamisten. Ein Vertreter der USRegierung sagte, Washington wolle in den kommenden Tagen in Kontakt mit dem Büro treten. Der afghanische Präsident Hamid Karsai reagierte verärgert und setzte am Mittwoch die Verhandlungen mit den USA über eine militärische Zusammenarbeit nach 2014 aus. Bei dem ersten offiziellen Treffen von US-Vertretern mit den Taliban seit Jahren sollten zunächst die Verhandlungsthemen erörtert werden, hieß es aus Regierungskreisen in Washington. AFP

Meinungsseite

EU

Monatelanger Streit

um Finanzplanung beendet

Brüssel - Vertreter der Regierungen der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich nach monatelangem Streit auf die Finanzplanung der Europäischen Union für die Jahre 2014 bis 2020 geeinigt. Dies teilte die irische EU-Ratspräsidentschaft mit. Die Finanzplanung sieht Ausgaben in Höhe von rund einer Billion Euro vor. Umstritten war vor allem die Forderung der Abgeordneten, nicht genutztes Geld in andere Haushaltspositionen verschieben zu dürfen. Zudem wollten sie einen Fahrplan für die Schaffung eigener Steuereinnahmen der EU. dpa

UNGARN

Ex-Regierungschef und Grenzöffner Gyula Horn gestorben

Budapest - Der frühere ungarische Regierungschef Gyula Horn ist tot. Der Sozialist, der Ungarn von 1994 bis 1998 regierte, starb im Alter von 80 Jahren. Horn war zu Berühmtheit gelangt, als er im Juni 1989 als Ungarns Außenminister mit seinem österreichischen Kollegen Alois Mock symbolisch den Eisernen Vorhang zwischen Ost- und Westeuropa durchschnitten hatte. Mit der Durchtrennung des Stacheldrahts zwischen den beiden Ländern öffnete Horn die jahrzehntelang geschlossene Grenze. Während Horn im Ausland für seine Rolle bei der Überwindung der Teilung Europas berühmt wurde, blieb er vielen Ungarn in schlechter Erinnerung, da er als Regierungschef einen harten Sparkurs verfolgte. AFP

ÄGYPTEN

Tourismusminister tritt wegen Islamisten-Gouverneur zurück

Kairo - Ägyptens Tourismusminister hat aus Protest gegen die Ernennung eines radikalen Islamisten zum Provinzgouverneur seinen Rücktritt eingereicht. Das Nachrichtenportal „Al Ahram“ meldete, Hischam Sasou könne seine Aufgabe, die Zahl der ausländischen Urlauber zu steigern, nicht erfüllen, wenn ein Mitglied der ehemaligen Terrorgruppe Gamaa Islamija Gouverneur von Luxor sei. Al Chajat beteuerte, er sei nicht gegen den Tourismus. Auch habe er mit Anschlägen auf Ausländer nichts zu tun gehabt. dpa

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