Auslandsreise : Westerwelles Partner zahlt für die Reise

Der Lebensgefährte von Außenminister Guido Westerwelle, Michael Mronz, zahlt denselben Kostenanteil für die Lateinamerikareise wie ein Teilnehmer der Wirtschaftsdelegation oder ein begleitender Journalist. In diesem Fall sind es 1000 Euro.

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Anfang einer Dienstreise. Guido Westerwelle und Michael Mronz. Foto: dpadpa-Zentralbild

Berlin - Es ist das zweite Mal, dass Michael Mronz seinen Lebensgefährten, Außenminister Guido Westerwelle (FDP), auf einer längeren Auslandsreise begleitet. Westerwelle ist mit einer Wirtschaftsdelegation in Lateinamerika unterwegs. Auch nach Japan und China im Januar hat Westerwelle seinen Partner mitgenommen. Zudem war Mronz beim informellen Treffen der EU-Außenminister in Cordoba mit dabei. Mronz, der hauptberuflich Eventmanager ist, ist aber nicht Teil dieser Wirtschaftsdelegation. Allerdings zahlt er denselben Kostenanteil wie ein Teilnehmer der Wirtschaftsdelegation oder ein begleitender Journalist. In diesem Fall sind es 1000 Euro. Bei der Asienreise sei das ähnlich gehandhabt worden, hieß es beim Auswärtigen Amt. In beiden Fällen war Michael Mronz von den einladenden Staaten als Partner Westerwelles eingeladen worden.

Bei EU-Außenministertreffen, einmal im halben Jahr findet es zweitägig in einem informelleren Rahmen statt, sind auch die Ehefrauen früherer Außenminister schon dabei gewesen. Eine Kostenbeteiligung der Ehefrauen ist nicht angefallen, weil der Steuerzahler bei verheirateten Ministern für die Kosten aufkommt.

Westerwelle hätte weniger zu erklären, wenn auf der Liste seiner Wirtschaftsdelegationen nicht viele Namen von FDP- Spendern stünden. Für Mronz, der auch internationale Events organisiert, könnten die Reisen jedenfalls geschäftlich von Interesse sein. deh

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