Ausnahmezustand : Australien verstärkt Truppen in Osttimor

Nach dem Putschversuch einer Rebellengruppe bleibt die Lage in Osttimor angespannt. Australien sendet rund 340 Soldaten und Polizeiangehörige in den südostasiatischen Kleinstaat - mit einer Spezialaufgabe.

Osttimor
Australische Soldaten sollen für Sicherheit in Osttimor sorgen. -Foto: dpa

Die zusätzlichen Soldaten sollen vor allem bei der Suche nach rund 20 bis 30 Rebellen helfen, die mit den Anschlägen auf den Präsidenten José Ramos-Horta und Ministerpräsident Xanana Gusmão in Verbindung stehen. "Unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass die Stabilität im Land aufrecht erhalten wird", erklärte Außenminister Stephen Smith.

Australien hat bereits mehrere hundert Soldaten in Osttimor stationiert. Mit der am Dienstag entsandten Verstärkung soll die Zahl dann auf insgesamt 1000 steigen.

Gusmão spricht von "gescheitertem Putschversuch"

Einen Tag nach den Angriffen auf Präsident Ramos-Horta und Ministerpräsident Gusmão blieb die Lage in der Hauptstadt Dili angespannt, aber weitgehend ruhig. Gusmão, der den Anschlag unverletzt überstand, hat für den Inselstaat den Ausnahmezustand ausgerufen. Er sprach von einem "gescheiterten Putschversuch". Der Führer der Aufständischen war am Montag getötet worden.

Der bei dem Rebellenangriff verletzte Ramos-Horta befindet sich weiter auf der Intensivstation eines Krankenhauses im australischen Darwin. Der 58-Jährige wurde am Montag etwa drei Stunden lang operiert. Die Ärzte stellen eine "vollständige Genesung" des Friedensnobelpreisträgers in Aussicht. (smz/dpa/AFP)

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