Politik : Ausschuss prüft neues Verfahren für Stasi-Akten-Puzzle

Entscheidung über Rekonstruktion per Computer vor Weihnachten

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Berlin (sc). Der Innenausschuss des Bundestages will nach den Worten von Dieter Wiefelspütz (SPD) noch vor Weihnachten entscheiden, ob er die Rekonstruktion von zerschnipselten StasiUnterlagen nach der jetzt vorliegenden Machbarkeitsstudie unterstützt. Wiefelspütz, der SPD-Obmann in dem Ausschuss ist, sagte dem Tagesspiegel, alle Fraktionen hätten sich rückhaltlos für die möglichst rasche Wiederherstellung der zerrissenen Stasi-Akten ausgesprochen. Nun müsse geprüft werden, ob die vom Fraunhofer-Institut Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) und der Lufthansa Systems entwickelte Technologie dafür geeignet sei. „Wir werden uns in dem Moment, wenn die Machbarkeit zufrieden stellend geklärt ist, um die Finanzierung kümmern“, sagte Wiefelspütz. Er glaube, dass der Haushalt des Bundesinnenministeriums nicht den notwendigen Spielraum biete. „Aber wir werden die notwendigen Mittel organisieren, weil wir den Anspruch haben, das Archiv der Stasi-Unterlagenbehörde so umfassend wie möglich zu komplettieren.“ Das von IPK und Lufthansa Systems am Montag vorgestellte computergestützte Verfahren zur Rekonstruktion von zerrissenen Stasi-Dokumenten, die in 16 000 Säcken lagern, würde etwa 50 Millionen Euro kosten.

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