Politik : Außenminister Fischer baut Ausbildungszentrum für internationale Krisenmanager auf

Bundesaußenminister Joschka Fischer hat die Bildung eines zivilen deutschen Friedenskorps angekündigt. Der "Bild am Sonntag" sagte Fischer: "Wir richten zurzeit ein Ausbildungszentrum für ziviles Friedenspersonal ein." In dem Zentrum sollen noch in diesem Jahr 80 ehemalige Bundeswehr-Angehörige, Juristen, Verwaltungsfachleute, Politologen und Sozialwissenschaftler auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Sie könnten dann etwa im Auftrag der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) oder der Vereinten Nationen als Krisenmanager arbeiten. "An der Kosovo-Beobachtung der OSZE im Frühjahr haben bereits 150 Deutsche teilgenommen. Ich denke, das können wir noch weiter ausbauen", sagte der Außenminister.

Zugleich betonte Fischer seine Ablehnung der Todesstrafe. "Wir und die Staaten der Europäischen Union setzen uns weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe ein", sagte er. Auf die Frage, ob die Türkei Mitglied der EU werden könne, auch wenn das Land an der Todesstrafe festhalte, sagte Fischer, die EU sei eine Wertegemeinschaft, welche die Todesstrafe generell ablehne.

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