Politik : Außenminister Fischer in Korea: "Deutschland hat Verständnis für Wiedervereinigung"

Mit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Nordkorea will Deutschland nach Aussage von Bundesaußenminister Joschka Fischer den Friedensprozess auf der geteilten koreanischen Halbinsel unterstützen. Deutschland sei zu jeglicher Hilfe bereit, sagte Fischer am Mittwoch vor Journalisten in Seoul. Einen genauen Zeitplan nannte er nicht. Fischer traf in Seoul mit seinem Kollegen Lee Joung Binn und Präsident Kim Dae Jung zusammen, der wegen seiner Bemühungen um eine Versöhnung mit dem kommunistischen Norden in diesem Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wird.

Fischer traf am Mittwochmorgen aus Japan kommend in Seoul ein. Auch Japan unterstütze die deutsche Entscheidung zur Aufnahme von Beziehungen zu Nordkorea, sagte der Außenminister. Sie liege nicht nur im Interesse des koreanischen Volkes, sondern der ganzen Welt. Gerade die Deutschen, die früher selbst in einem geteilten Land gelebt hätten, verstünden den Wunsch nach einer Wiedervereinigung der beiden Koreas. Außer Deutschland haben auch Großbritannien, Spanien und Belgien Pläne zur Normalisierung der Beziehungen zu Nordkorea angekündigt.

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