Politik : Außenpolitische Kurzmeldungen: Gemeinsamer Botschaftsbau

Kopenhagen (dpa)

Kopenhagen (dpa) Deutschland und Großbritannien planen den Neubau eines gemeinsamen Botschaftsgebäudes in Kopenhagen. Der deutsche Dänemark-Botschafter Johannes Dreher sagte der Zeitung "Nordschleswiger" (Apenrade) dazu am Wochenende weiter, dem Projekt könnten sich möglicherweise noch andere EU-Länder anschließen. Der Einzug sei in drei bis vier Jahren vorgesehen.

Prag: Kritik an Vertreibung

Prag (dpa). Der tschechische Premier Milos Zeman hat die Exzesse während der Vertreibung der deutschen Minderheit nach dem Zweiten Weltkrieg verurteilt. Besonders die damals gegen deutsche Antifaschisten angewandte Gewalt sei ein Fehler gewesen, sagte der Sozialdemokrat am Sonntag in Prag während einer Diskussionssendung des privaten Fernsehsenders "Prima". Laut Zeman habe aber die "klare Mehrheit der Sudetendeutschen" Hitler unterstützt.

Proteste in Barcelona

Barcelona (AP). Tausende Menschen, darunter zahlreiche Einwanderer, haben am Sonntag in Barcelona gegen das drastisch verschärfte Einwanderungsgesetz der konservativen spanischen Regierung demonstriert. Die Demonstranten forderten die Arbeitserlaubnis für ohne Aufenthaltsgenehmigung im Land lebende Immigranten.

US-Geisel freigelassen

Moskau (AP). Ein vor vier Wochen in Tschetschenien entführter US-Bürger ist am Samstag frei gekommen, wie russische Nachrichtenagenturen am Sonntag meldeten. Der 38-jährige Kenneth Gluck sei in einer vom Geheimdienst geleiteten Sonderaktion freigelassen worden. Die Freilassung des Mitarbeiters der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen sei ohne Lösegeld erfolgt.

Neonazis "chatten" mit Opfer

Oslo (dpa). Kurz vor dem Mord an einem 15-Jährigen haben norwegische Neonazis mit ihrem Opfer im Internet offenbar direkten Kontakt gehabt. Wie die Osloer Zeitung "Dagbladet" am Sonntag berichtete, fanden Kripofahnder entsprechendes Datenmaterial sowohl im PC des vor einer Woche in einem Vorort von Oslo ermordeten farbigen Benjamin Hermansen als auch in Computern der vier wegen Mordverdachts inhaftierten Mitglieder der rechtsextremistischen Gruppe "Boot Boys".

Abu Sayyaf droht mit Mord

Manila (rtr). Islamistische Rebellen auf der südphilippinischen Insel Jolo haben erneut damit gedroht, eine seit über fünf Monaten festgehaltene US-Geisel zu töten. Der Rundfunksender dzRH in Manila meldete am Sonntag, der Sprecher der Gruppe Abu Sayyaf habe sich bei der Station gemeldet und gesagt, der festgehaltene Amerikaner Jeffrey Schilling solle enthauptet werden.

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