Politik : Australien lobt Apec-Gipfel als Meilenstein

Sydney - Die 21 Mitgliedstaaten des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums haben bei ihrem Gipfeltreffen in Sydney zu mehr Klimaschutz aufgerufen – sich selbst aber keine konkreten Ziele gesetzt. Australiens Regierungschef John Howard sprach dennoch von einem „wichtigen Meilenstein für ein sensibles internationales Abkommen“. Die 21 Apec-Staaten wollen sich darum bemühen, ihre Energieintensität bis 2030 um 25 Prozent zu senken. Die Energieintensität setzt den Energieverbrauch in Bezug zum Bruttoinlandsprodukt.

Verbindliche Ziele scheiterten unter anderem an den USA und am Gastgeber Australien. Sie sind die einzigen Industrienationen, die sich weigern, das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll zu ratifizieren. Stattdessen wollen sie aufstrebende Wirtschaftsmächte wie China und Indien stärker einbeziehen. Das lehnt China ab. „Die Industrieländer müssen ihrer historischen Verantwortung und ihrem überhöhten Treibhausgasausstoß gerecht werden“, forderte Präsident Hu Jintao. „Das ist kein Schritt vorwärts“, sagte der australische Greenpeace-Chef Steve Shallhorn.

Die Umweltpolitik war neben dem Irakkrieg eines der großen Themen bei den Protesten. An ihnen beteiligten sich nach Angaben der Polizei bis zu 5000 Menschen, nach Angaben der Veranstalter waren es 10 000. Insgesamt blieben die Proteste weitgehend friedlich. Allerdings wurden zwei Polizisten verletzt und 17 Demonstranten festgenommen. Das Gipfelzentrum war durch eine mehr als fünf Kilometer lange Mauer abgeriegelt. AFP

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