Politik : Australien: Weitere Flüchtlinge abgewiesen

Die australische Marine hat in der Nacht zum Samstag in internationalen Gewässern ein Flüchtlingsschiff aufgebracht. Die etwa 200 Asylsuchenden auf einem indonesischen Fischerboot wurden von der Besatzung des australischen Marinetransportschiffes "HMAS Manoora" aufgenommen. Dieses Kriegsschiff hat bereits 438 Flüchtlinge an Bord, die der Kapitän des norwegischen Containerfrachters "Tampa" am 26. August von einem sinkenden Fischerboot gerettet hatte.

Der australische Premierminister John Howard sagte am Samstag in Sydney, die neuen Flüchtlinge hätten sich in der Nacht zunächst geweigert, in indonesische Gewässer zurückzukehren. Als die "Manoora" und ein weiteres Kriegsschiff ihr Boot in internationalen Gewässern aufbrachten, seien die Flüchtlinge "aggressiv" geworden.

Die "Manoora" setzte mit nun mehr als 630 Flüchtlingen an Bord ihre Fahrt nach Papua-Neuguinea fort. Von dort sollen die von der "Tampa" geretteten Menschen in die winzige südpazifische Insel-Republik Nauru und nach Neuseeland ausgeflogen werden. Das Schicksal der neuen Flüchtlingsgruppe ist noch unklar.

Howard kündigte am Samstag eine Gesetzesverschärfung an, um Flüchtlingen die illegale Einwanderung nach Australien zu erschweren. Bei Betreten der abgelegenen Weihnachtsinsel oder des Ashmore-Riffs sollen sie nicht mehr automatisch die Möglichkeit haben, einen Asylantrag zu stellen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben