Auswärtiges Amt bestätigt : Zwei Deutsche in Nigeria getötet

Zwei Deutsche, offenbar Ingenieure der Baufirma Julius Berger, sind in Nigeria vermutlich bei einem Ausflug ins Land getötet worden. Das Auswärtige Amt hält sich mit Informationen noch zurück.

Fahrzeuge der Firma Julius Berger bei einem Straßenbauprojekt am Stadtrand von Nigerias Hauptstadt Abuja.
Fahrzeuge der Firma Julius Berger bei einem Straßenbauprojekt am Stadtrand von Nigerias Hauptstadt Abuja.Foto: dpa

Im westafrikanischen Nigeria sind zwei Deutsche getötet worden. „Wir müssen leider bestätigen, dass am vergangenen Wochenende zwei deutsche Staatsangehörige in Nigeria ums Leben gekommen sind“, erklärte das Auswärtige Amt am Mittwoch in Berlin. Einzelheiten wurden nicht genannt: „Die deutsche Botschaft in Abuja bemüht sich um Aufklärung und steht in engem Kontakt mit den nigerianischen Behörden“, hieß es.

Bereits im Oktober waren zwei Mitarbeiter von Julius Berger in Nigeria überfallen worden. Einer wurde getötet, der andere entführt und nach einer Woche wieder freigelassen. Die nigerianische Polizei hatte damals mitgeteilt, dass Lösegeld gefordert worden sei.


Nach Informationen der „Ostsee-Zeitung“ handelt es sich im jüngsten Fall um zwei Ingenieure der Baufirma, die erschossen worden seien. Die beiden aus Mecklenburg-Vorpommern stammenden Männer seien am Samstag von einem privaten Ausflug mit einem Motorrad nicht zurückgekehrt. Einer der beiden Ingenieure sei 34 Jahre alt gewesen, der andere etwa 20 Jahre älter.

Auf seiner Homepage wirbt das Unternehmen damit, dass es seit fast fünf Jahrzehnten Bauprojekte in Nigeria plant und koordiniert. Mit rund 18 000 Mitarbeitern aus über 40 Nationen sei Julius Berger Nigeria der größte private Arbeitgeber in dem westafrikanischen Staat.

Das Auswärtige Amt warnt seit langem in seinen Sicherheitshinweisen wegen "fortgesetzter terroristischer Anschläge" vor einem "erhöhten Sicherheitsrisiko in den nördlichen Landesteilen Nigerias". Dort sei es in den letzten Jahren zu mehreren Entführungen von Ausländern, zum Teil mit tödlichem Ausgang, gekommen. Regelmäßig gebe es Angriffe und Sprengstoffanschläge militanter Gruppen etwa auf Sicherheitskräfte, Märkte, Schulen, Kirchen und Moscheen, heißt es weiter.   (Tsp/dpa)

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