Baden-Württemberg : Detaillierte RAF-Akten sollen freigegeben werden

Amtliche Schriftwechsel, Prozessakten, Anträge, Telegramme und Vermerke - das baden-württembergische Innenministerium will in den nächsten Wochen sämtliche seiner RAF-Akten öffentlich zugänglich machen.

Stuttgart"98 Prozent der Papiere sind fertig zur Auslagerung", sagte eine Sprecherin von Innenminister Heribert Rech in der "Heilbronner Stimme". Über 3000 Dokumente seien bisher noch im Ministerium unter Verschluss. Sie würden Anfang dieses Jahres komplett ins Stuttgarter Hauptstaatsarchiv gegeben.

Auch das Justizministerium verfügt nach Angaben eines Sprechers von Minister Ulrich Goll (FDP) noch über Aktenbestände über die terroristische Rote Armee Fraktion (RAF). Bevor die Dokumente ins Archiv kämen, müssten allerdings alle damals beteiligten Behörden und Amtspersonen ihre Zustimmung geben.

Seit Herbst 2008 lagern bereits mehr als sieben laufende Meter an RAF-Unterlagen aus dem Justizministerium - amtliche Schriftwechsel, Prozessakten, Anträge, Telegramme und Vermerke - im Hauptstaatsarchiv. Das Innenministerium gab bisher nur den kleinsten Teil seiner Akten frei. Die Unterlagen können im Lesesaal des Archivs eingesehen werden. (rope/dpa)

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