BAföG-Bericht : Zahl der Geförderten 2005 gestiegen

Laut neuem BAföG-Bericht haben mehr Schüler und Studenten von der staatlichen Förderung profitiert. Die Zahlen seien proportional von 179.000 im Jahr 2003 auf 199.000 im Jahr 2005 gestiegen.

Berlin - "Die Zahl der mit BAföG geförderten Auszubildenden ist weiter gestiegen", erklärte Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) in Berlin. Nach 326.000 Studenten im Jahr 2003 erhielten 2005 bereits 345.000 Studenten die staatliche Ausbildungsförderung, hieß es in dem vom Kabinett verabschiedeten BAföG-Bericht. Juso-Chef Björn Böhning forderte eine Anpassung der Fördersätze an gestiegene Kosten.

Bund und Länder erhöhten ihren BAföG-Etat im Vergleich zu 2003 um rund 200 Millionen Euro auf mehr als 2,2 Milliarden Euro 2005, teilte das Bildungsministerium weiter mit. Der Anstieg der Zahl von Geförderten im Ausland um knapp ein Viertel auf rund 20.000 spricht laut Schavan für eine zunehmend selbstverständliche Internationalisierung der Ausbildung. Insgesamt stieg der Anteil der voll Geförderten an der Gesamtzahl der BAföG-Empfänger laut Ministerium leicht von 46,5 Prozent 2003 auf 47,5 Prozent. Die aktuelle Förderquote liege bei den Studenten bei rund einem Viertel. Studenten bekamen 2005 im Schnitt monatlich 375 Euro, Schülern wurden durchschnittlich 304 Euro gezahlt. Damit seien die durchschnittlichen Fördersummen praktisch konstant geblieben, hieß es weiter.

Juso-Chef Böhning forderte eine Anhebung der BAföG-Sätze. "Der BAföG-Bericht zeigt: Nach fünf Jahren Stillstand beim BAföG ist Handeln gefragt", erklärte der SPD-Politiker. Wenn die Freibeträge und BAföG-Sätze weiter eingefroren blieben, drohe "ein stilles Ausbluten dieser Studienförderung". Böhning kritisierte, dass die Förderungssätze seit der BAföG-Reform 2002 nicht mehr angepasst worden seien. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten stehe geförderten Studenten daher immer weniger Geld zur Verfügung. Die Folge sei, dass immer mehr Studierende trotz BAföG neben dem Studium arbeiten müssten. Böhning warnte zudem davor, dass die Zahl der Studierenden aus Arbeiterfamilien zurückgehen könnte. (tso/AFP)

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