Politik : Bahngewerkschaft droht mit Warnstreiks zum Wochenende

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Eine Stadt in Deutschland könnte es treffen. Schon am Sonnabend könnte das Streikszenario Wirklichkeit werden: Nichts bewegt sich mehr auf den Schienenwegen der Deutschen Bahn in Berlin. Tausende Reisende sitzen auf den Bahnhöfen fest, Hauptstadtbesucher, die auf die Bahn-Fahrpläne vertraut haben, müssen auf ihr Wochenende in Berlin verzichten oder ihren Aufenthalt unfreiwillig verlängern.

Für den Fall, dass die Verhandlungen mit der Unternehmensführung der Deutschen Bahn über das Beschäftigungsbündnis am Freitag dieser Woche scheitern sollten, droht die Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands (GdED) damit, den Schienenverkehr "in einer Großstadt" lahm zu legen. Welche Stadt es treffen könnte, wird allerdings geheim gehalten.

Hubert Kummer, Sprecher der GdED bleibt eisern. Er werde auch "dem besten Freund nicht verraten, wo der Warnstreik stattfindet", sagte er dem Tagesspiegel. Seit Dienstag werde "nonstop telefoniert, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren". Sollten die Gespräche mit der Bahn ergebnislos verlaufen, kündigte Kummer an, "werden wir alles daran setzen, dass ab Samstag früh in einer deutschen Großstadt alle Räder still stehen". Kummer räumt einer möglichen Einigung mit Bahnchef Hartmut Mehdorn nur noch wenig Chancen ein.

Auch die Bahn kann nicht ausschließen, dass die Hauptstadt zum Ziel der Warnstreiks wird. "Uns liegen keine Erkenntnisse vor", sagte Marlene Schwarz, Sprecherin der Bahn in Berlin-Brandenburg. "Da wir nicht wissen, welche Strecken und Städte betroffen sein könnten, ist es nicht möglich, Präventivmaßnahmen zu treffen", erklärte sie. Im Streikfall wolle man "mit umfassenden Kundeninformationen" reagieren und um Verständnis für die zu erwartenden Beeinträchtigungen des Zugverkehrs bitten.

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