Politik : Bar oder per Scheck?

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Nach dem wahrscheinlichen Tod der beiden SaddamSöhne war am Donnerstag noch unklar, wer Udai und Kusai an die Amerikaner verraten hat. Fest steht: Der Informant ist bald um 30 Millionen Dollar Kopfgeld reicher – er bekommt 15 Millionen Dollar pro Sohn. Das US-Militär hält dicht. „Wir wollen diesen Menschen schützen, die Araber sind hinter ihm her“, sagte ein Sprecher der US-Truppen in Bagdad. US-Oberst Joe Anderson teilte mit, der Informant sei in Schutzhaft genommen worden. Glaubt man den Nachbarn, dann ist Scheich Nawaf al Sajdan Muhamad der Tippgeber. Der Mann ist ein Cousin von Saddam Hussein und besaß das Haus, in dem sich die Söhne versteckten. Laut „Bild“ soll er zu den Nachbarn gesagt haben: „Ich habe Udai, Kusai und große Probleme.“ Als die US-Soldaten am Dienstag an seine Haustür in Mossul klopften, traten Muhamad und sein Sohn mit erhobenen Händen heraus und wurden abgeführt. Unklar ist, wie das Kopfgeld gezahlt wird. Erhält der Informant alles auf einmal oder als lebenslange Rente? Erfolgt die Zahlung in bar oder per Überweisung? Paul Bremer, US-Verwalter im Irak, hat seine eigenen Vorstellungen. Er hatte Journalisten schon früh erzählt, er freue sich darauf, einen 30-Millionen-Dollar-Scheck zu überreichen. mie

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