• Barak will Ort bei Jerusalem nicht zurückgeben - Israel muss misshandelte Palästinenser entschädigen

Politik : Barak will Ort bei Jerusalem nicht zurückgeben - Israel muss misshandelte Palästinenser entschädigen

Israel und die Palästinenser sind sich weiter uneinig über Details des nächsten Abzugs der israelischen Armee aus dem Westjordanland. Der israelische Regierungschef Ehud Barak weigerte sich am Dienstag, die Ortschaft Anata in der Nähe von Jerusalem in die nächste Abzugsstufe von 6,1 Prozent einzubeziehen, sagte sein Sprecher. Die Einheit Israels habe für die Regierung Priorität. Zuvor hatte ein Palästinenservertreter gesagt, Israel sei bereit, Anata und zwei weitere Orte nahe Jerusalem vollständig unter die Kontrolle der Autonomiebehörde zu stellen. Beide Seiten hätten sich über die Details der Karten für den Abzug geeinigt.

Zuvor hatte das israelische Fernsehen bereits eine Einigung gemeldet. Aber laut öffentlichem Rundfunk gab Barak dem Druck rechter Parteien nach und erklärte sich dann doch nicht zu Übergabe von Anata bereit.

Israel muss fünf Palästinenser finanziell entschädigen, denen israelische Soldaten vor zwölf Jahren während des Palästinenseraufstands "Intifada" Hände und Beine gebrochen hatten. Ein Friedensgericht in der nordisraelischen Stadt Afula entschied nach Medienberichten vom Dienstag, der Staat müsse den Männern insgesamt 670 000 Schekel (etwa 335 000 Mark) zahlen. Die Richterin urteilte, das Brechen von Händen und Beinen könne nicht als Einsatz "angemessener Gewalt" gerechtfertigt werden. Die Soldaten hatten die fünf Palästinenser im Januar 1988 in Kabatia im Westjordanland mit Gewehrläufen und Eisenstangen geschlagen und ihnen unter anderem systematisch die Hände zerschmettert.

Die israelische Luftwaffe hat am Dienstag erneut Angriffe gegen anti-israelische Positionen in Südlibanon geflogen.

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