Politik : Baut Iran eine Atombombe?

Sicherheitskreise haben Hinweise auf Arbeit einer Geheimgruppe

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Berlin (clw). Eine geheime Gruppe von 70 bis 90 Wissenschaftlern soll im Iran am Bau einer Atombombe arbeiten. Das erfuhr der Tagesspiegel am Sonntag aus westlichen Sicherheitskreisen. Demnach habe der Iran in Europa Hochspannungsschalter gekauft, die zum Zünden von Atomsprengköpfen benutzt werden können, heißt es in den Kreisen. Teheran habe sich zudem besondere Hochgeschwindigkeitskameras und Röntgenblitzgeräte besorgt, mit denen Testexplosionen untersucht werden können. Außerdem arbeite Teheran an Spezialsprengstoffen, mit denen Atomsprengköpfe gezündet werden können. Die Gruppe bestehe aus Experten, deren Forschung von Mitgliedern der Revolutionswächter und dem Verteidigungsministerium koordiniert werden.

Derweil bleibt die iranische Regierung unter scharfer Beobachtung der Atomenergiebehörde (IAEO). In seinem zweiten Bericht über das umstrittene iranische Atomprogramm, den Generaldirektor Mohammed al Baradei jetzt vorlegen will, ist nach Informationen des Tagesspiegels am Sonntag zwar von einem „erhöhten Grad der Kooperation“ mit der Behörde die Rede. Zugleich heißt es aber, dass Informationen und der Zugang zu Einrichtungen „zeitweise nur mit Verzögerungen und nur teilweise bewilligt wurden“.

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