Politik : Bayern bei PISA-Studie wieder Spitze

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Berlin Bayern ist erneut klarer Sieger der deutschen Bundesländer-Wertung des internationalen PISA-Schultestes. Die 15-jährigen bayerischen Schüler stellen in allen Testbereichen die gleichaltrigen Jungen und Mädchen aus allen anderen Bundesländern weit in den Schatten. In Mathematik dringen sie bis in die Weltspitze der ersten fünf PISA-Siegerstaaten Finnland, Korea, Niederlande und Kanada vor. Berlin liegt in diesem Bereich im innerdeutschen Vergleich im unteren Drittel, noch hinter Brandenburg, aber vor Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Bremen.

Baden-Württemberg wird erneut zweiter. Aber der bisherige PISA-Dritte rückt näher heran. Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz behaupten sich im oberen bis mittleren Mittelfeld, Nordrhein- Westfalen fällt im Bundesländer-Vergleich zurück. Bei den anderen Ländern gibt es wenig Bewegung. Dabei haben alle Länder ihre Leistungs-Punktzahlen in Mathematik und Naturwissenschaften gegenüber dem ersten Test vor drei Jahren verbessern können. Die deutlichsten Leistungsgewinne konnte Sachsen-Anhalt verzeichnen.

Am besten schneidet Berlin im Bereich der Problemlösekompetenz ab. Dort kommt die Stadt auf den siebenten Platz. Bei der naturwissenschaftlichen Kompetenz liegt Berlin an zehnter Stelle, im Lesen an elfter, auch hier führt Bayern das Feld im innerdeutschen Vergleich an. Bremen ist in allen vier Kompetenzfeldern Schlusslicht, während Berlin unter den Stadtstaaten am besten abschneidet.

Der Schulforscher Manfred Prenzel informierte die Schulminister der 16 Bundesländer am Mittwochabend in Berlin über die Ergebnisse. Sie sollen offiziell am Donnerstag vorgestellt werden. Das miserable gesamtdeutsche Abschneiden beim ersten PISA-Test hatte im Dezember 2002 in Deutschland einen Schock ausgelöst und die Kultusminister zu Schulreformen veranlasst. Tsp/dpa

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