Bayern : Pauli tritt gegen Beckstein an

Die frühere CSU-Rebellin Gabriele Pauli kehrt auf die politische Bühne zurück. Bei der Landtagswahl im September will sie als Direktkandidatin der Freien Wähler (FW) im Stimmkreis Nürnberg Nord und damit gegen Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) antreten.

NürnbergPauli sei in der vergangenen Woche vom Stadtverband Nürnberg zur Direktkandidatin gewählt worden, sagte der stellvertretende FW-Landesvorsitzende Werner Winter am Sonntag. Pauli sei inzwischen auch Mitglied der Freien Wähler.

Die langjährige Fürther Landrätin hatte mit Vorwürfen, wonach aus der bayerischen Staatskanzlei heraus versucht worden sei, sie privat zu kompromittieren, den Sturz von Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) eingeleitet. Ihre Kritik an dessen Führungsstil wurde von weiten Teilen der CSU mitgetragen und führte schließlich zum Rückzug Stoibers aus seinen Spitzenämtern.

Nach monatelangem Zwist trat die einstige CSU-Rebellin im vergangenen November schließlich aus der Partei aus. Ende April schied sie nach 18 Jahren auch als Fürther Landrätin aus. Ihre beruflichen Zukunftspläne hatte Pauli zunächst offen gelassen. Die 50-Jährige befand sich am Wochenende laut Winter mit ihrer Familie im Urlaub im Ausland.

Bei den Freien Wählern sorgte die Kandidatur aber auch für Unmut. „Ich bin nicht begeistert davon, dass sie von den Freien Wählern dort nominiert wurde“, sagte der Chef des Landesverbands der Freien Wähler, Hubert Aiwanger. Die Freien Wähler hoffen auf ihren erstmaligen Einzug in den Landtag. ddp/AFP

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