Bayern : Stoibers Weg zu neuen Ufern

Nach seinem Rückzug aus seinen politischen Spitzenämtern Ende September will der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Edmund Stoiber sich "ein neues Leben einrichten" - außerhalb der Politik.

Edmund Stoiber
Edmund Stoiber. -Foto: dpa

MünchenEr habe bereits eine neue Tätigkeit in Aussicht, die nicht mehr mit Politik zu tun habe, deutete Stoiber in der "Bild am Sonntag" an: "Viele denken immer noch: Der Stoiber kann nur Politik."

Er gehöre laut Umfragen zu den sechs Deutschen, die jeder kennt. "Das führt ganz automatisch dazu, dass man gefragt wird, ob man diese oder jene Aufgabe übernehmen könne." Konkreter wollte sich der 65-Jährige noch nicht äußern: "Warten Sie es einfach ab. Vielleicht sagen Sie dann Ende des Jahres: Hätten wir gar nicht geglaubt."

Memoiren geplant

Zugleich versicherte der scheidende CSU-Chef: "Ich werde immer ein politischer Mensch sein, der CSU immer aufs Engste verbunden bleiben und mit der Union mitfiebern." Außerdem will Stoiber irgendwann einmal seine Memoiren schreiben. "Wenn man drei Jahrzehnte Verantwortung trägt in der Politik, 1978 von Strauß überraschend zum Generalsekretär berufen, seit 14 Jahren Ministerpräsident ist, Kanzlerkandidat war - dann gibt es schon was zu erzählen." Momentan habe er jedoch noch keine Zeit fürs Schreiben.

Über ihn, so wünscht sich Stoiber, soll einmal in den Geschichtsbüchern stehen: "Er hat das Erbe von Franz Josef Strauß gemehrt und Bayern weiter nach vorn gebracht - das würde mich freuen. Und: Er hat immer Deutschland im Auge gehabt." Als den größten Fehler seines politischen Lebens sieht Stoiber, "die Bundestagswahl 2002 nicht gewonnen zu haben". (mit ddp)

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