Bayern-Wahl : Beckstein und Maget siegessicher

Der bayrische Wahlkampf geht in die letzte Runde: Während Ministerpräsident Günter Beckstein (CSU) siegessicher von einer Mehrheit über 50 Prozent spricht, stimmt sich SPD-Spitzenkandidat Franz Maget auf eine Regierung ganz ohne CSU ein.

MünchenBayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) will bis 2013 im Amt bleiben. "Wenn alles gut geht, werde ich für die gesamte Legislaturperiode gewählt, und ich werde das Amt dann auch die gesamte Legislaturperiode ausfüllen", sagte der Mionisterpräsident am Freitag dem Hörfunksender Antenne Bayern. Beckstein nannte dafür drei Voraussetzungen: Dass er gesund bleibe, dass die Bevölkerung das Vertrauen beibehalte und dass die CSU weiter darauf vertraue, dass er die Aufgabe gut erfülle.

In den jüngsten Umfragen zur Landtagswahl in Bayern lag die CSU unter 50 Prozent. Über personelle Konsequenzen im Falle eines schlechten Ergebnisses wollte Beckstein nicht spekulieren. "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir das Wahlziel 50 Prozent plus X erreichen." Ein Fußballspieler konzentriere sich beim Elfmeter auch auf den Schuss und nicht auf mögliche spätere Werbeverträge.

Beckstein: Die Menschen wollen keine grundsätzliche Veränderung

CSU-Chef Erwin Huber nannte ein Wahlergebnis von 52 Prozent am Freitag in der "Netzeitung" "realistisch". Beckstein sagte außerdem, er spüre, dass die Menschen keine grundsätzliche Veränderung wollten. "Sie werden uns - vielleicht etwas murrend und maulend - den Auftrag geben, das Land weiter zu führen."

Der Spitzenkandidat der bayerischen SPD, Franz Maget, hingegen setzt auf eine Regierung ohne die CSU: "Ich werde versuchen, eine Regierung jenseits der CSU zu bilden - falls das möglich ist", sagte Maget am Freitag. Die Bayern-SPD wolle die Opposition hinter sich lassen und die Politik des Landes mit gestalten. Jüngsten Umfragen zufolge liegt die CSU in Bayern bei 47 Prozent, die SPD dagegen nur bei rund 20 Prozent. Für eine Regierungsbildung wären die Sozialdemokraten daher, selbst wenn die CSU die absolute Mehrheit verfehlen sollte, auf mehrere Koalitionspartner angewiesen. Rechnerisch in Frage kämen dafür neben den Grünen die FDP und die Freien Wähler. Ob die Linken in den Landtag einziehen, ist noch fraglich. (kk/dpa/AFP)

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