Politik : Bayerns SPD doch nicht so eigenständig

Fraktionschef Maget will seine Pläne „derzeit nicht vertiefen“

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Münche n (ddp). Der bayerische SPDFraktionschef Franz Maget will die von ihm selbst ausgelöste Debatte über eine eigenständige Bayern-SPD wieder beenden. Die Diskussion komme jetzt „zur Unzeit“, räumte Maget am Montag ein. Er kündigte an, seine Überlegungen „im Augenblick nicht vertiefen, aber weiterverfolgen“ zu wollen. Maget betonte: „Ich führe keine Abspaltungsdiskussion.“ Er werde jedoch weiter an dem Gedanken arbeiten, „mehr eigenes Profil“ für die bayerische SPD zu entwickeln. Er verwies darauf, dass sich die bayerische SPD als einziger Landesverband mit einer Bundespartei auseinander setzen müsse. Dem „Münchner Merkur“ hatte Maget gesagt, die Zugehörigkeit zur Bundes-SPD bringe Nachteile, und von einer „organisatorischen und politischen Unabhängigkeit“ gesprochen. Die Zeitung hatte am Sonntag getitelt, Maget wolle die bayerische SPD von den Bundes-Genossen „abspalten“. Maget betonte am Montag, angesichts der derzeitigen Diskussion über eine bundesweite Neugründung einer Linkspartei, die er ablehne, stelle er seine Überlegungen „im Augenblick“ zurück. Er fügte hinzu: „Ich kämpfe für Bayern und um Bayern.“

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