Politik : Bayreuther Uni urteilt im April im Fall Guttenberg

Bayreuth - Die Universität Bayreuth will sich frühestens im April zu ihrer Untersuchung über die Doktorarbeit von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg äußern. Bei der Aberkennung des Doktortitels von Guttenberg am 23. Februar hatte die Promotionskommission der juristischen Fakultät einen möglichen Täuschungsvorsatz im Sinne einer zügigen Entscheidung außer Acht gelassen. Die Kommission, die dies nun klären will, wird auch zwei externe Experten hinzuziehen, den Bonner Juristen Wolfgang Löwer und den Konstanzer Philosophen Jürgen Mittelstraß. Die weitere Planung hänge auch von den Terminen der beiden Professoren ab.   

Die CSU ihrerseits will Guttenberg wieder für den Bundestag kandidieren lassen. Der Vorsitzende des CSU-Kreisverbandes von Lichtenfels und Landtagsabgeordnete Christian Meißner sagte, Guttenberg solle jetzt zunächst einmal zur Ruhe kommen. Danach „werden wir ihn fragen, ob er sich eine erneute Kandidatur vorstellen kann“. Sollte er wollen, wäre das „eine super Geschichte“. Da sei er sich mit seinem Kulmbacher Kollegen einig, sagte Meißner. Guttenbergs Wahlkreis besteht zu großen Teilen aus beiden Landkreisen. 2009 hatte er dort 68,1 Prozent der Erststimmen erreicht, einen bundesweiten Spitzenwert. dpa/dapd

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