Politik : Beckham lässt England jubeln

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Vor 35 927 Zuschauern in Sapporo verdienten sich die Engländer den Sieg über Argentinien durch ihr engagiertes Spiel und eine große kämpferische Leistung. In Gruppe F, die von Experten als schwerste eingeschätzt wird, rückten die Briten mit vier Punkten auf Rang zwei vor – hinter den punktgleichen Schweden. Turnier-Mitfavorit Argentinien hat nur drei Punkte und muss nun gegen die Schweden gewinnen, um in die nächste Runde vorzustoßen.

Im Duell der Erzrivalen schenkten sich beide Kontrahenten vom Anpfiff weg nichts. Der WM-Champion von 1978 und 1986 aus Südamerika war zwar öfter in Ballbesitz, konnte sich aber kaum Chancen erarbeiten. Der erste Konter der Briten war sofort gefährlich, Stürmer Michael Owen traf mit einem Schuss von der Strafraumgrenze aus nur den Pfosten. Owen war es auch, der die englische Führung vorbereitete. Er ließ im Strafraum den Argentinier Mauricio Pochettino aussteigen und wurde von diesem gefoult. Beckham nutzte die Gelegenheit eiskalt und schoss den Strafstoß mitten ins Tor. Die Argentinier konnten sich erst kurz vor Schluss befreien, blieben allerdings ohne Torerfolg.

In der gleichen Gruppe mussten die hoch eingeschätzten Fußballer aus Nigeria bereits die zweite Niederlage hinnehmen. Die junge Mannschaft um Mittelfeldspieler Augustine Okocha verlor am Freitag in Kobe gegen Schweden 1:2 und hat damit keine Chance mehr auf den Einzug ins Achtelfinale. Trainer Adegboye Festus Onigbinde steht nun vor seiner Entlassung. Er sagte nach dem Spiel: „Wir hatten einfach Pech. Aber das ist eben Fußball.“ Die Schweden haben dagegen vier Punkte auf ihrer Seite und können guter Dinge sein, die Runde der besten 16 Teams zu erreichen.

Stürmer Julius Aghahowa brachte Nigeria vor 36 194 Zuschauern zunächst in Führung. Er bejubelte seinen Treffer mit sechs Flic-Flacs und einem Salto. Doch Schwedens Angreifer Henrik Larsson glich noch in der ersten Halbzeit per Flachschuss aus und sorgte nach der Pause per Foulelfmeter für die Entscheidung.

Unterdessen zog Spanien am Freitag als erste Mannschaft vorzeitig ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft ein. Dank Stürmer Fernando Morientes gewannen die Spanier gegen Paraguay ein hart umkämpftes Spiel mit 3:1. Der eingewechselte Morientes schoss in der zweiten Halbzeit zwei Treffer und ermöglichte damit den Sieg seines Teams. Vor 41 428 Zuschauern in Jeonju machte Kapitän Fernando Hierro kurz vor Spielende den spanischen Erfolg per Foulelfmeter perfekt. Zuvor war Raul im Strafraum der Südamerikaner umgestoßen worden.

Lange mussten die Spanier allerdings einem Rückstand hinterherlaufen. Ein Eigentor von Carles Puyol hatte sie ins Hintertreffen gebracht. Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel in der Gruppe B ist den Spaniern der Einzug in die nächste Runde nicht mehr zu nehmen. Die Paraguayer haben dagegen nur noch theoretische Chancen.

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