Bedingungsloses Grundeinkommen : Das Nein der Schweizer ist richtig

Das Grundeinkommen ist eine schöne Idee. Nur ist sie nicht umsetzbar - das haben die Schweizer erkannt. Ein Kommentar.

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Verfechter des Grundeinkommens bei einer Aktion mit Fünf-Rappen-Münzen in einem Schweizer Banksafe.
Verfechter des Grundeinkommens bei einer Aktion mit Fünf-Rappen-Münzen in einem Schweizer Banksafe.Foto: AFP

Beim Geld hört bei den Schweizern der Spaß auf. Sie sagten Nein zu einer teuren Utopie: Dem bedingungslosen Grundeinkommen. Der Staat sollte jedem Bewohner Helvetiens umgerechnet knapp 2260 Euro pro Monat überweisen – ohne Gegenleistung.

Das Nein ist richtig. Denn das Konzept knirscht an zu vielen Stellen: zunächst die Finanzierung. Ohne gewaltige Steuererhöhungen und hartes Sparen kann kaum ein Land ein Grundeinkommen für alle Bewohner garantieren, selbst die wohlhabende Schweiz nicht.

Das Grundeinkommen verführt zum Müßiggang

Auch müsste der Staat das gesamte Sozialsystem einreißen und neu aufbauen, auch das kostet. Zudem hätten die Bezieher ihr Grundeinkommen nach Gusto ausgeben – oder verschwenden – können. Sinnvoller ist es, sozial Schwachen gezielte, zweckgebundene Zuschüsse zu gewähren. So etwa für die medizinische Versorgung und das Wohnen.

Ebenso verführt das Grundeinkommen zum Müßiggang: Selbst so manche Schweizer, sie sind normalerweise fleißige Menschen, wären vor dieser Versuchung nicht gefeit gewesen. Und diejenigen, die weiter arbeiten, würden sich fragen: Warum soll ich mich krummlegen, damit sich andere auf die faule Haut legen können?

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