• Bei Rettungsaktion im Krisengebiet: Ein Toter, mehrere Verletzte bei Helikopterabsturz im Irak

Bei Rettungsaktion im Krisengebiet : Ein Toter, mehrere Verletzte bei Helikopterabsturz im Irak

Bei einer Rettungsaktion im Irak ist ein Helikopter abgestürzt. Der Pilot starb. Mehr als 20 Insassen wurden verletzt, darunter jesidische Flüchtlinge, irakische Parlamentarier und ein Journalist der "New York Times".

Im Nordirak flüchten viele Menschen vor dem IS-Terror. Mit Hubschraubern werden sie aus dem Gebiet evakuiert.
Im Nordirak flüchten viele Menschen vor dem IS-Terror. Mit Hubschraubern werden sie aus dem Gebiet evakuiert.Foto: Reuters

Bei einer Rettungsaktion im Nordirak ist am Dienstag ein Helikopter mit mehreren Insassen verunglückt. Der Hubschrauber stürzte laut Militärangaben am Berg Shingal ab. Wie die kurdische Nachrichtenagentur Rudaw bestätigte, ist dabei der Pilot gestorben, mindestens 20 weitere Menschen wurden verletzt. Mittlerweile wurden die Verletzten aus dem Krisengebiet abtransportiert. Sie werden in einem Krankenhaus rund 30 Kilometer von Erbil entfernt behandelt.

Kurdische Kämpfer bringen seit Tagen in Zusammenarbeit mit der US-Luftwaffe und der irakischen Armee Hilfsgüter in den Nordirak. Dort sind mehrere Zehntausend Jesiden vom Terror des "Islamischen Staates" bedroht. Mit Hubschraubern wurden auch viele Flüchtlinge aus dem Gebirge im Norden des Landes evakuiert. Sie hatten sich dort vor den Dschihadisten in Sicherheit gebracht, ohne Nahrung und Wasser tagelang ausgeharrt. Der irakische Militärsprecher General Qassim Atta sagte der Nachrichtenagentur Rudaw, dass es sich beim Absturz um "technisches Versagen" beim Hubschrauber vom Typ MI17 handele.

Unter den verletzten Insassen waren laut Militärangaben mehrere jesidische Flüchtlinge. Auch irakische Parlamentarier waren an Bord. Sie wollten sich ein Bild von der Situation im Norden machen. Die "New York Times" bestätigte, dass auch ein freier Journalist beim Absturz verletzt wurde. Er ist im Auftrag der Zeitung im Irak unterwegs. Eine weitere Journalistin, die im Auftrag von "The Times" im Irak recherchiert, ist laut Medienangaben schwer verletzt. Sie wird im Krankenhaus intensiv behandelt. Dies bestätigte ihr Fotograf über sein Handy, der unverletzt blieb. (tsp)

Tausende auf der Flucht
Ein CNN-Team begleitete den Hilfsflug eines Hubschraubers im Norden des Irak. Zwei Jesiden haben es an Bord des Helikopters geschafft.Alle Bilder anzeigen
1 von 6Foto: CNN International
12.08.2014 15:22Ein CNN-Team begleitete den Hilfsflug eines Hubschraubers im Norden des Irak. Zwei Jesiden haben es an Bord des Helikopters...



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