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Bei Trauerfeier : Mindestens 65 Tote bei Anschlägen in Bagdad

Bei einem Anschlag auf eine Beerdigung in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Samstag mindestens 65 Menschen getötet worden - zahlreiche sollen verletzt worden sein.

In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind bei einem Anschlag mit drei Sprengsätzen auf ein Beerdigung mindestens 65 Menschen getötet worden. Zunächst explodierte der Polizei und Sanitätern zufolge in dem schiitisch dominierten Stadtteil Sadr City eine Autobombe neben einem Zelt mit Trauergästen. Kurz darauf habe sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto in die Luft gesprengt. Als sich Polizei, Sanitäter und Feuerwehr am Ort des Anschlags einfanden, sei ein dritter Sprengsatz explodiert. Mindestens 120 Menschen seien verletzt worden, hieß es weiter.
Die Gewalt im Irak hat in den vergangenen Monaten wieder massiv zugenommen. Vor allem sunnitische Extremisten teils mit Verbindungen zur Islamistenorganisation Al-Kaida verüben Anschläge. Eineinhalb Jahre nach dem Abzug der US-Truppen versuchen sie so, die Spannungen zwischen den muslimischen Glaubensrichtungen zu verstärken und die von der Bevölkerungsmehrheit der Schiiten dominierte Regierung zu stürzen. Allein im August wurden dabei 800 Iraker getötet. (Reuters)

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