Politik : Beifall aus Moskau

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Die Moskauer Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ erklärt am Donnerstag den ukrainischen Wahlsieger Viktor Juschtschenko zu ihrem „Politiker des Jahres“ 2004. Zur Begründung hieß es in dem Blatt: „Vor dem designierten Präsidenten der Ukraine stehen viele Prüfungen. Niemand weiß, ob es Juschtschenko gelingen wird, sein Land aus der Abhängigkeit vom Rohstofftransit zu lösen, ob er die Spaltung zwischen dem rein ukrainischen Westen und dem russisch geprägten Osten heilen kann, ob er sich Europa annähern kann, ohne Moskau zu verprellen.“

Doch das Wichtigste sei geschafft: In einer weiteren früheren Sowjetrepublik herrsche nicht mehr ein von oben bestimmter Nachfolger, sondern ein vom Volk gewählter Präsident.

Derweil befürwortet eine Mehrheit der Deutschen langfristig eine Aufnahme der Ukraine in die Europäische Union. Nach einer ForsaUmfrage würden 62 Prozent der Bundesbürger einen EU-Beitritt der Ukraine begrüßen, 30 Prozent sprechen sich gegen eine Aufnahme aus. dpa

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