Politik : Beifall für Axel Weber

Opposition und Wirtschaft loben künftigen Bundesbankchef

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Berlin (brö/ro). Politik und Wirtschaft haben nahezu einhellig die Nominierung des Kölner Wirtschaftswissenschaftlers Axel Weber als künftigen Präsidenten der Deutschen Bundesbank begrüßt. Auch der BundesbankVorstand signalisierte Unterstützung und will ihn nächste Woche anhören. Das Bundeskabinett stimmte dem Vorschlag von Kanzler Gerhard Schröder und Finanzminister Hans Eichel (beide SPD) zu, Weber an die Spitze des Instituts zu berufen.

Uneingeschränkte Unterstützung kam von den Ökonomen am Finanzplatz Frankfurt (Main). Der 47-jährige Weber sei „eine sehr gute Wahl“, hieß es in Banken und Vorstandsetagen. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sagte, Weber sei die geeignete Persönlichkeit, um die Geschäfte der Bundesbank erfolgreich weiterzuführen und den „hervorragenden Ruf dieses Instituts aufrechtzuerhalten“.

CDU-Chefin Angela Merkel sagte in Berlin, Weber habe schon bei seinem ersten Auftritt deutlich gemacht, dass das, „was uns in der Union bei der Entscheidung wichtig war – die Unabhängigkeit der Bundesbank und das Bekenntnis zum Stabilitätspakt – wieder eine gute Heimat hat“. Der CDU-Fraktionsvize Friedrich Merz sagte, Weber müsse die Bundesbank zuallererst aus den negativen Schlagzeilen herausholen. Finanzexperten sahen aber auch die mangelnde praktische Erfahrung Webers. „Es könnte von einem Hochschulprofessor zu viel verlangt sein, aus dem Stand heraus die volle Verantwortung für die Geldpolitik zu übernehmen und die deutschen Interessen international wirkungsvoll zu vertreten“, sagte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz.

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