Politik : Beiträge zur Rentenkasse sinken trotz Zusage nicht

harm

Der Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) spricht sich gegen eine Verringerung der Rentenrücklage aus. Die Versicherten würden sonst ihr Vertrauen in die Rente verlieren, sagte der Vorstandsvorsitzende des VDR, Erich Standfest, am Dienstag. Das ursprüngliche Ziel des Bundesarbeitsministers Walter Riester (SPD), den Rentenbeitragssatz im nächsten Jahr von derzeit 19,1 auf 19 Prozent zu senken, sei selbst dann unrealistisch, wenn man an die Rentenreserve ginge. Inzwischen spricht das Arbeitsministerium in erster Linie davon, den jetzigen Satz zumindest halten zu wollen. Aber man werde weiterhin "alles Mögliche" versuchen, diesen zu senken, sagte Riester-Sprecher Klaus Vater. Er wollte allerdings auch nicht ausschließen, dass die Beiträge steigen. Um das zu verhindern, denke man auch über eine reduzierte Reserve nach. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Rücklage in der Höhe einer Rentenmonatsausgabe. Das sind im Augenblick 28 Milliarden Mark.

Im September lagen die Einnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung unter dem Vorjahresniveau. Der September-Einbruch führte dazu, dass in den ersten neun Monaten dieses Jahres nur 2,3 Prozent mehr Einnahmen aus Pflichtbeiträgen in die Rentenkasse gelangten als im Vorjahr. Erwartet wurden 2,7 Prozent. Das schlechte Ergebnis hänge vom weiter stark angespannten Arbeitsmarkt ab, sagte Standfest. Außerdem setzten die teilweise schon erfolgten Anhebungen der Krankenkassenbeiträge die Rentenfinanzen unter Druck. Ende der Woche wollen sich Vertreter des Bundesarbeitsministeriums und der Rentenversicherungsträger zu Beratungen treffen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben