Politik : Belgien wird wieder regiert

Brüssel - Belgiens längste Regierungskrise geht nach mehr als neun Monaten zu Ende. Fünf Parteien verständigten sich am Dienstagmorgen in Brüssel auf einen Koalitionsvertrag. Neuer Premierminister des Königreichs soll der flämische Christdemokrat Yves Leterme werden, der die Einigung nach einer 21-stündigen Schlussrunde der Marathonverhandlungen bekanntgab. „Das ist ein guter Koalitionsvertrag“, sagte Leterme im flämischen Rundfunk.

Der neuen Regierung gehören die Konservativen und Liberalen aus beiden großen Landesteilen – dem niederländischsprachigen Norden und dem französischsprachigen Süden – sowie die frankophonen Sozialisten an. Das große Streitthema einer Staatsreform bleibt in dem Koalitionsvertrag weitgehend ausgeklammert und soll später gelöst werden. Letermes Versuche, eine Regierung zu bilden, waren zweimal an dieser Frage gescheitert. Vor allem die nationalistische Flamenpartei NV-A, mit der Letermes Christdemokraten ein Wahlbündnis eingegangen waren, verlangte mehr Befugnisse für die Regionen. Die NV-A ist an der neuen Regierung nicht beteiligt. dpa

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