Bendlerblock : Grundstein für Bundeswehr-Ehrenmal gelegt

Der Bau des Ehrenmals für gefallene Bundeswehrsoldaten auf dem Gelände des Bendlerblocks in Berlin hat begonnen. Im Grundstein wurden unter anderem das Grundgesetz und mehrere Tageszeitungen versenkt.

Ehrenmal
Unter Tarnnetzen aus Gold. Der Entwurf für das Bundeswehr-Ehrenmal. (Modelfoto) -Foto: Meck Architekten

BerlinDie Bundeswehr wird den seit Gründung der Streitkräfte ums Leben gekommenen 2900 Soldaten und Zivilangehörigen ein eigenes Denkmal setzen. Am Donnerstag wurde auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums in Berlin der Grundstein dafür gelegt. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) betonte dabei: "Staat und Gesellschaft haben eine Verpflichtung, alle die in Ausübung ihres Dienstes für die Bundeswehr ihr Leben verloren haben, zu ehren. Dies geschieht mit diesem Ehrenmal."

Ursprünglich sollte die Grundsteinlegung bereits im November vergangenen Jahres erfolgen. Das musste aber wegen fehlender Genehmigungen mehrfach verschoben werden. Auch stiegen die ursprünglich mit 2,5 Millionen Euro veranschlagten Kosten wegen Bauänderungen auf mittlerweile knapp vier Millionen Euro. Bis Sommer kommenden Jahres soll das an eine griechische Halle erinnernde Bauwerk errichtet sein.

Jung lobt "räumliche Öffnung"

"Das Gedenken der Bundeswehr erhält mit diesem Denkmal von nationalem Rang einen Ort", sagte Jung weiter. Er verwies darauf, dass das Ehrenmal trotz seiner Platzierung im Bendlerblock kein abgeschlossener Bereich sein werde. "Die räumliche Öffnung spricht für sich und scheint mir das angemessene Sinnbild für eine Armee in der Demokratie zu sein."

Der Siegerentwurf des Wettbewerbs stammt vom Münchner Architekten Andreas Meck. Er nahm am Donnerstag den gewählten Ort gegen anhaltende Kritik in Schutz: "Ich glaube, dass mit der Zuordnung zum Bendlerblock ein besonderer Ort gegeben ist, um dieses Ehrenmal zu errichten." Von der Opposition war das Gebiet am Bundestag als besserer Denkmal-Ort vorgeschlagen worden.

Im Grundstein versenkt wurden neben drei Tageszeitungen, einige Münzen und die Baupläne des Ehrenmals. Hinzu kamen ein Faksimile des Grundgesetzes, ein Ehrenkreuz der Bundeswehr sowie eine Erkennungsmarke. (jvo/ddp)

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