Politik : Benzinpreise: Erhöhung macht Kanzler Sorgen

hmt

Bundeskanzler Gerhard Schröder fürchtet, dass die jüngsten Benzinpreiserhöhungen der Automobilkonjunktur und dem Wirtschaftsleben insgesamt schaden könnten. "Ich hoffe, dass wir runterkommen von den hohen Preisen", sagte Schröder am Freitag. Die Eingriffsmöglichkeiten der Politik seien aber "sehr begrenzt".

Schröder geht davon aus, dass die jüngsten Preiserhöhungen mit dem Marktgeschehen und mit Profitinteressen zu tun hätten. Wirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) verteidigte die deutschen Mineralölfirmen gegen den Vorwurf der Preistreiberei: Es habe keine Preisabsprachen gegeben. Den Autofahrern empfahl der Minister "sparsamer zu fahren." SPD-Generalsekretär Franz Müntefering hielt den Ölfirmen "eine gewisse Willkür" vor. Grünen-Verkehrsexperte Albert Schmidt sagte, es sei falsch, den Konzernen "von vornherein einen Persilschein auszustellen".

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