Politik : Beobachter nennen Wahlen in Zentralasien unfair

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Bischkek/Duschanbe Bei den von ausländischen Beobachtern als unfair kritisierten Parlamentswahlen in Kirgistan und Tadschikistan zeichnen sich Siege der jeweiligen Machthaber ab. In Tadschikistan erhielt die Volksdemokratische Partei von Präsident Emomali Rachmonow etwa 80 Prozent der Stimmen, wie die Wahlleitung mitteilte. Auch in Kirgistan sicherten sich zahlreiche Vertreter der Staatsmacht bei der Wahl am Sonntag Direktmandate.

In beiden zentralasiatischen Republiken seien internationale Wahlstandards nicht eingehalten worden, urteilten Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE). Die tadschikische Staatsführung habe sich stark in den Wahlkampf eingemischt, die Wahlkommissionen kontrolliert und die Medien beeinflusst, kritisierte der Leiter der OSZE-Mission, Peter Eicher. Neben der Präsidentenpartei schafften nur die Kommunistische Partei sowie die Partei der Islamischen Wiedergeburt den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde.

In Kirgistan gelang dem Sohn von Präsident Askar Akajew der Einzug ins Parlament. Ajdar Akajew habe in seinem Wahlkreis mehr als 80 Prozent der Stimmen erhalten, hieß es in der Hauptstadt Bischkek. dpa

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