Politik : Berater: Beim Klima drängt die Zeit

Berlin - In einem sind sich die Klimaberater der Kanzlerin einig: Die Welt hat nur noch wenig Zeit, um das Klimaproblem zu lösen. Doch während Vattenfall-Chef Lars G. Josefsson meint, dass die Wirtschaft globale Spielregeln brauche, bevor sie sich selbst ändern könne, verlangt Klimaforscher Hans-Joachim Schellnhuber eigene Schritte der Wirtschaft. Am Donnerstagabend diskutierten beide in der schwedischen Botschaft, wie die globale Erderwärmung begrenzt werden kann.

Josefsson forderte, den USA nicht den Schwarzen Peter zuzuschieben. Würden nur 20 Politiker – ohne Berater – debattieren, käme dabei bestimmt ein Ergebnis heraus – selbst wenn einer der 20 US-Präsident George W. Bush wäre. Die UN-Klimagipfel dagegen hält er nicht für besonders effizient. Schellnhuber wandte dagegen ein, man sitze „in der Klimafalle“. Die Industriestaaten hätten das Problem seit der Industrialisierung 1750 verursacht, könnten es aber ohne die Hilfe der Schwellen- und Entwicklungsländer nicht mehr lösen, müssten also mit allen reden. Jetzt müssten die Industrieländer in nur zwei Jahrzehnten beweisen, dass Wohlstand auch ohne die Zerstörung des Klimas gelinge. Und die Entwicklungsländer müssten diesem Pfad schnell folgen. deh

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