Berlin : Dalai Lama dankt den Deutschen

Bei einer Demonstration der Tibet Initiative will der Dalai Lama in Berlin den Deutschen persönlich Danke sagen. Er plant, am Montag vor dem Brandenburger Tor eine Ansprache zu halten.

Berlin Der Dalai Lama will sich mit der Teilnahme an einer Demonstration der Tibet Initiative in Berlin bei den Deutschen für deren Engagement bedanken. "Die Solidarität des deutschen Volkes mit Tibet wird von uns sehr geschätzt. Um das persönlich zu würdigen, möchte ich mich der Kundgebung anschließen", begründete das geistliche Oberhaupt der Tibeter am Donnerstag in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" seine Zusage, am Montag auf der Veranstaltung vor dem Brandenburger Tor zu sprechen.

Mit der Ablehnung deutscher Politiker, darunter Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), ihn zu empfangen, habe er "kein Problem", bekräftigte er. "Ein unmittelbares Problem wäre es, wenn ich schlaflos würde. Ein Problem ist es, ein halbes Jahrhundert heimatlos zu sein. Und ein Problem wäre es, wenn das tibetische Volk und seine Kultur ausstürben." Einige "führende Persönlichkeiten" fänden es "etwas unbequem", mit ihm zu sprechen, fügte er hinzu. "Aber das ist durchaus in Ordnung."

Zugleich kündigte der Dalai Lama an, dass seine Unterhändler und Vertreter der chinesischen Führung im nächsten Monat erneut zu Gesprächen zusammenkommen wollen. Der Pekinger Regierung bescheinigte er, die bisherigen sechs Sitzungen sehr ernsthaft geführt zu haben. Eine Einladung zu den Olympischen Spielen in Peking habe er derweil nicht erhalten. Ob er im Falle einer Einladung zu den Spielen reisen würde, hänge von der Situation ab. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter betonte zugleich, er sei unbedingt für die Ausrichtung der Spiele in Peking. Ein Boykott wäre zu radikal. (mpr/ddp)

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