Politik : Berlin erlebt Boom beim Tourismus

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Berlin Auch ohne Love Parade und MoMA-Ausstellung wird Berlin für ausländische Gäste immer attraktiver: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres kamen fast 18 Prozent mehr ausländische Touristen in die Stadt als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Insgesamt zählte das Statistische Landesamt 853000 Besucher zwischen Januar und Juli. Mit diesem Zuwachs liegt Berlin weit über dem Bundesschnitt – dabei gab es im ersten Halbjahr auch bundesweit ein Plus von sechs Prozent bei den ausländischen Besuchern. „Die Zahl ist gerade nach dem supererfolgreichen MoMA-Jahr sehr erfreulich“, sagte Ingrid Hartges, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, dem Tagesspiegel. „Das zeigt, dass der Tourismus in Berlin noch großes Potenzial hat – auch bei den Arbeits- und Ausbildungsplätzen.“

Die Gäste kamen nicht nur in großer Zahl, die meisten blieben auch über Nacht: 2,2 Millionen Übernachtungen erfassten die Statistiker im ersten Halbjahr in Berliner Gästebetten – das waren 17 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Die meisten Besucher kamen aus dem europäischen Ausland, immer mehr reisen aus Spanien an. Das mag nach Einschätzung von Astrid Langer, Tourismus-Expertin vom Statistischen Landesamt, auch damit zusammenhängen, dass viele europäische Städte gut mit Billigfliegern zu erreichen sind. „Dadurch wächst alles schneller zusammen“, sagte sie. Aber auch aus den USA, wo nach den Anschlägen vom 11. September 2001 die Reiselust deutlich gedämpft war, kommen wieder mehr Besucher nach Berlin. Im Juni zog es erstmals mehr Touristen aus den USA an die Spree als aus Großbritannien.pet

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